Ausschreibung

Objektplanungsleistungen für das Gesamtprojekt Schulcampus Damgarten

Angebotsfrist

04. Dez 2026, 09:00

Geschätzter Wert

Nicht angegeben

CPV-Code

71240000

NUTS-Region

DE80L

Zweck

Auf einem etwa 1,5 ha großen Areal nördlich der Stralsunder Chaussee (B105) im Stadtteil Damgarten soll zusammen mit dem Standort des nördlich und westlich angrenzenden Gymnasiums ein Schulcampus entstehen, der einen Neubau für die Regionale Schule "Rudolf Harbig" und die Löwenzahn-Grundschule einschließlich Zweifachsporthalle und Freianlagen umfasst. In einem intensiven Prozess wurde mit Akteuren der Schulen sowie den beteiligten Schulträgern Stadt Ribnitz-Damgarten (Regionale Schule), evangelische Schulstiftung (Grundschule) und Landkreis Vorpommer-Rügen (Gymnasium) ein pädagogisches Raum- und Funktionsbuch entwickelt, das die Grundlage für die weiteren Planungen bilden soll. Dieser Prozess wurde von dem Unternehmen Lernlandschaft aus Röckingen angeleitet und begleitet. Zur Umsetzung des daraus abgeleiteten Raumprogrammes für die beiden Schulen wird eine Bruttogeschossfläche von etwa 8400 m² benötigt, die überwiegend als Neubau realisiert werden soll. Ein kleinerer Anteil dieses Bedarfes (Fachräume der Orientierungsstufe) ist als Sanierung und Umbau im bestehenden Gymnasium vorgesehen (etwa 774 m² BGF), um die dort vorhandenen, perspektivisch nicht zwingend benötigten Kapazitäten sinnvoll einzubeziehen. Erste Überlegungen beinhalten eine Aufstockung des Gebäudes, um dort spezifische Fachklassenräume unterzubringen. Der Zugang zu diesem zusätzlichen Geschoss soll unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten über eine barrierefreie Rampe realisiert werden. Durch diese separate Zuwegung könnte auf den Einbau eines weiteren Aufzugs verzichtet werden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass dem Auftraggeber keine ausreichend aussagekräftigen Bestandsunterlagen der baulichen Anlage vorliegen. Daher ist gegebenenfalls eine digitale Bestandsaufnahme erforderlich. Die Erweiterung um einen flexiblen Fachklassentrakt, den beide Schulformen nutzen, sichert die Umsetzung des geplanten Clustermodells der Realschule mit separaten Räumen für die einzelnen Jahrgänge. Für die Absicherung des Schulsportes ist die Errichtung einer Zweifach-Sporthalle mit entsprechenden Außensportanlagen zu berücksichtigen. Das Schulgelände um die Gebäude ist den Nutzungsanforderungen entsprechend im Sinne eines gemeinsamen Campus, der sich zur Stadt hin öffnet, zu entwickeln und zu gestalten. Neben den topografischen und technischen Herausforderungen des relativ bewegten Geländes ist insbesondere die verkehrliche Anbindung für alle Verkehrsarten funktional und technisch zu lösen, wobei die Erschließung von Süden über die B 105 vorgesehen ist.[1] Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Bau einer Produktionsküche angedacht ist. Inwieweit dies realisiert werden kann, wird anhand der zukünftigen Planungen und der sich daraus ergebenden Baukosten abzuwägen sein. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2029 vorgesehen. Die Grundstücksangelegenheiten sind derzeit noch in der Klärung

Verfahren

Aufgrund der bestehenden Schnittstellenproblematik der einzelnen Leistungsbilder und deren Relevanz für dieses Verfahren ist zum derzeitigen Stand noch nicht genau festgelegt, ob die Außenanlagen über das Leistungsbild der Freianlagenplanung und/ oder über die Verkehrsanlagenplanung beziehungsweise Freianlagenplanung i.V. m Ingenieurbauwerken abgebildet wird. Die Festlegungen hierzu werden im Rahmen der Verhandlung gemeinsam mit den Bietern besprochen. Es ist auch möglich, dass nicht alle Leistungsbilder zum Tragen kommen. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Voraussichtlich: 1. Stufe: LPH 1-2 2. Stufe: LPH 3-4 3. Stufe: LPH 5-8 4. Stufe: LPH 9 Auch diese Festlegungen werden gemeinsam mit den Bietern besprochen. Der Auftraggeber behält sich vor, weitere Leistungen im Wege einer gesonderten Vergabe nach nationalem Vergaberecht zu vergeben (20%- Kontingent, vgl. § 3 Abs. 9 VgV). Die Fachplaner werden zeitversetzt in einem offenen Verfahren ausgeschrieben. Wichtiger Hinweis zur Projektsteuerung: Es wird darauf hingewiesen, dass für dieses Projekt parallel eine externe Projektsteuerung (Leistungsbilder anlehnend an AHO Heft 9) ausgeschrieben und beauftragt wird. Die Projektsteuerung nimmt für das Projekt originäre Bauherrenaufgaben wahr. Sie ist im Rahmen ihrer Beauftragung mit der organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Steuerung, Koordination und Überwachung des Gesamtprojekts betraut. Dem künftigen Objektplaner wird die Projektsteuerung als direkter Ansprechpartner und koordinierende Instanz vorgeschaltet. Der Objektplaner hat im Rahmen seiner Leistungserbringung eng mit der Projektsteuerung zusammenzuarbeiten, deren Koordinierungs- und Steuerungsan-weisungen zu beachten sowie die geforderten Berichte, Planungsstände und Dokumentationen direkt über die Projektsteuerung abzustimmen. Hinweis zur Inkompatibilität: Aus Gründen des Ausschlusses von Interessenkonflikten (§ 6 VgV) sind die Funktionen der Projektsteuerung und der Objektplanung bei diesem Vor-haben inkompatibel. Ein Bieter, der den Zuschlag für die Projektsteuerung erhält, kann in diesem Verfahren für die Objektplanung nicht bezuschlagt werden. BEGRENZUNG Soweit mehr als vier geeignete Bewerber vorhanden sind, wird eine Begrenzung i. S. d. § 51 VgV vorgenommen. Eine Begrenzung der Zahl, der geeigneten Bewerber gemäß § 51 VgV, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, auf vier Bewerber, wird über die Anzahl der Referenzen vorgenommen. Abgrenzend von der eigentlichen Eignungsprüfung werden die anerkannten Referenzobjekte, deren Fertigstellung der LPH 8, in Form abgenommener Leistungen innerhalb des Zeitraums vom 01.01.2021 – 31.10.2026 nachgewiesen werden kann, anhand folgender Kriterien gesondert bewertet. Die Begrenzung bezieht sich nur auf das Leistungsbild Gebäude und Innenräume. (Im Rah-men der Eignung müssen die Referenzen für alle einschlägigen Leistungsbilder nachgewiesen wer-den) Als Referenzobjekte in Rahmen der Begrenzung nach § 51 VgV werden nur Leistungen anerkannt, die zumindest die LPH 1-8 abdecken und innerhalb des zuvor genannten Zeitraums voll-ständig abgeschlossen (Abnahme der LPH 8 liegt vor) wurden. Referenzobjekte, die nicht alle Leistungsphasen (1-8) abdecken und die vor dem 01.01.2021 in Betrieb genommen wurden, werden bei dieser Wertung nicht berücksichtigt. Die Referenzobjekte umfassen das entsprechende Leistungsbild des Auftrages, für welchen der Teilnahmeantrag abgegeben wird. Hierbei kommt es insbesondere darauf an, dass die als Referenz dargestellten Leistungen mit dem ausgeschriebenen Objekt, der Größe und dem technischen und fachlichen Planungsaufwand und der Höhe der Kosten (KG 300,400) vergleichbar sind. Es werden nur Projekte im Schulbau anerkannt. Die Vergleichbarkeit ist dann gegeben, wenn der Planungsumfang der Referenzen im Vergleich zur ausgeschriebenen Leistung als gleich hoch oder höher zu bewerten ist. Bieter, die bei der Angabe von Referenzen der Wahrheit zuwider agieren, werden vom Vergabeverfahren gem. § 124 Abs. 1, 9 c GWB ausgeschlossen. Der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft mit der höchsten Anzahl an Referenzobjekten, die die zuvor genannten Kriterien erfüllen, qualifiziert sich als erster der vier Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Eine solche Bewertung er-folgt so lange, bis alle vier Bewerber feststehen. Ggf. entscheidet bei gleichhoher Anzahl der Referenzobjekte das Los. ACHTUNG MINDESTSTANDARDS 1. Vororttermin= regelmäßig 1x wöchentlich, mit der Möglichkeit, außerordentliche Vor-Ort-Termine zu gewährleisten 2. Das Projektteam muss mindestens bestehen aus: Projektleitung, Stellvertretung, Bauüberwacher und einem sonstigen Mitarbeiter 3. Soweit die Leistungsbilder Freianlagen, Verkehrsanlagen oder Ingenieurbau-werke einschlägig sind, müssen auch für diese Leistungsbilder jeweils zwei Projektbeteiligte entsprechend benannt werden. Einräumung vertragliches Optionsrecht: Beitrittsrecht weiterer Auftraggeber (Nachrückklausel) 1. Der Hauptauftraggeber (Stadt Ribnitz-Damgarten) behält sich vor, den Vertrag auf bis zu zwei weitere Auftraggeber auszudehnen. Als zusätzliche Auftraggeber kommen hierfür eine Schulstiftung sowie der Landkreis Vorpommern-Rügen in Betracht. 2. Den benannten zusätzlichen Auftraggebern wird das Recht eingeräumt, innerhalb der Vertragslaufzeit (spätestens jedoch bis 12 Monate nach Vertragsbeginn durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Auftragnehmer ganz oder teilweise in die Rechte und Pflichten dieses Vertrages einzutreten. Ein Anspruch des Auftragnehmers auf Abruf dieser Option besteht nicht. 3. Der Beitritt der benannten zusätzlichen Auftraggeber erfolgt zu den gleichen Konditionen und Preisen, die in diesem Vergabeverfahren für den Hauptauftraggeber vereinbart wurden. Die Abrechnung erfolgt im Falle des Beitritts weiterhin über die Stadt Ribnitz-Damgarten.

Lose 1 Los
Los 1

Objektplanungsleistungen für das Gesamtprojekt Schulcampus Damgarten

Kennung LOT-0001 062-26

Objektplanungsleistungen im Leistungsbild Gebäude und Innenräume gem. § 34 i.V.m. Anlage 10 HOAI 2021, Freianlagen gem. § 39 i.V.m Anlage 11, Ingenieurbauwerke gem. § 43 i.V.m Anlage 12 HOAI sowie Verkehrsanlagen gem. § 47 i.V. m. Anlage 13 HOAI Leistungsphasen 1 – 9 Grundleistungen (gegebenenfalls Besondere Leistungen, die im Rahmen der Verhandlung konkretisiert werden)

CPV-Code
71240000
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Zuschlagskriterien 4 Einträge

Preis

1 %

Gesamthonorar (netto) kombiniert, (Grund- und Besondere Leistungen einschl. aller Nebenkosten) 25 %

Losbezug: LOT-0001 062-26

Qualität

2 %

Sicherstellung personeller Verfügbarkeit 5 % - Örtliche Präsenz während der Leistungsphase 8

Losbezug: LOT-0001 062-26

Qualität

3 %

Berufserfahrung 10 % - Berufserfahrung der Projektleitung 5% - Berufserfahrung des Bauüberwachenden 5 %

Losbezug: LOT-0001 062-26

Qualität

4 %

Methodik Projektdurchführung 60 %

Losbezug: LOT-0001 062-26