Ausschreibung

Forschungsprojekt - DZSF -Ermittlung und Bewertung von Dieselmotoremissionen (DME) von Fahrzeugen der Fremdrettungskräfte in Eisenbahntunneln

Angebotsfrist

01. Dez 2026, 12:00

Geschätzter Wert

294.151 EUR

CPV-Code

73000000

NUTS-Region

DEA22

Zweck

Bei Eisenbahntunneln gemäß der EBA-Ril-Tunnel (Zwei-Röhrenprinzip) ist es im Ereignisfall (z.B. Brand) vorgesehen, dass Einsatzfahrzeuge der Fremdrettungskräfte in die andere, nicht vom Ereignis betroffene Röhre einfahren. Die Fahrzeuge verfügen nahezu ausschließlich über einen Antrieb per Dieselmotor, welcher bei Betrieb entsprechende Emissionen verursacht (Abgase). Im Gegensatz zu Straßentunneln sind in elektrifizierten Eisenbahntunneln keine Systeme zur Abgasabführung vorgesehen. Im Rahmen von Planfeststellungsvorhaben (Beteiligung als Träger öffentlicher Belange) kommt es daher seitens der Fremdrettungskräfte zu Einwänden, dass ein dauerhafter Betrieb von Diesel-Einsatzfahrzeugen im Tunnel auf Grund der Dieselmotoremissionen (DME) nicht möglich sei und die Abgase einen Aufenthalt von Einsatzkräften in der Tunnelröhre auf Dauer verhindern. Gleichwohl bestehen in Bahntunneln üblicherweise natürliche Luftströme, die entsprechende Abgase abführen könnten. Es fehlen derzeit auch Ergebnisse/Erkenntnisse im Allgemeinen zu Strömungsgeschwindigkeiten und deren Auswirkungen auf Luftschadstoffbelastungen in Tunneln in Abhängigkeiten verschiedener Geometrien von Eisenbahntunneln.

Lose 1 Los
Los 1

siehe oben (Punkt 2)

siehe oben (Punkt 2)

CPV-Code
73300000
Angebotsfrist
01. Dez 2026, 12:00
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Eignungskriterien 3 Einträge

Sonstige wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen

Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.2. der Bieterinformation), wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.3. der Bieterinformation); sowie Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Unterpunkt 3.4. der Bieterinformation). Eignungskriterien werden nicht gewichtet. Die Prüfung erfolgt aufgrund der eingereichten Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 3) und der Referenzliste (Anlage 2). Nachweise werden nur vom späteren Auftragnehmer abgefordert.

Losbezug: siehe oben (Punkt 2)

Ausbildungs- und Berufsqualifikationen

In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden: Wissenschaftliche Kompetenz und aktuelle, einschlägige Kenntnisse zu folgenden Eignungskriterien: 1. Thermo- und Fluiddynamik; Mindestens 2 Veröffentlichung in der nationalen Fachpresse in den letzten 3 Jahren; 2. Umwelt- und Arbeitsschutz, insbesondere der Arbeitsschutz im Rettungsdienst und Arbeitsvorschriften zu Luftschadstoffen; 3. Verfahren und Methoden im Bereich Luftprobenahme, Untersuchungen von Luftproben, Schadstoffanalyse (Toxikologie und/oder Umweltchemie, problemorientierter Datenanalyse (u.a. Frequenzanalyse), Modellierungen zum Ausbreitungsverhalten von Luftschadstoffen; 4. Simulationstechnik (CFD-Simulationen); 5. Konzeption, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Untersuchungen; 6. Erstellung von wissenschaftlichen Berichten.

Losbezug: siehe oben (Punkt 2)

Referenzen über vergleichbare Dienstleistungen

Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wird anhand einer vom Bieter zusammengestellten Referenzliste für die oben geforderten Kompetenzen überprüft. Daher ist ein aussagekräftiger Nachweis über einschlägige Qualifikationen und Kompetenzen - z.B. durch vergleichbare Projekte, Veröffentlichungen und Mitarbeit in Normungsausschüssen (je min. 3 aussagekräftige und relevante Quellen) - beizufügen. Zu jeder Referenz sind folgende Angaben unter Verwendung des Vordrucks der Anlage 2 (Referenzliste) zu machen: • Auftraggeber, inkl. Kontaktdaten; • Inhaltlich aussagekräftige Kurzbeschreibung des Projektes. Der Bieter hat den Bezug zur ausgeschriebenen Leistung nachvollziehbar zu belegen; • Zuordnung zum geforderten Eignungskriterium; • Leistungszeitraum. Es ist darüber hinaus nachzuweisen, dass die mit der Durchführung der einzelnen Teilleistungen beauftragten Personen die hierfür notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse haben, durch z.B. Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Referenzprojekte. Die Bildung einer Bietergemeinschaft zur besseren Abdeckung der geforderten technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ist möglich. Die Aufgabenverteilung und die Zuständigkeiten für jede Teilleistung müssen dargelegt werden und es muss die Benennung eines Projektverantwortlichen erfolgen.

Losbezug: siehe oben (Punkt 2)

Zuschlagskriterien 2 Einträge

Qualität

Qualität: 70 %

Losbezug: siehe oben (Punkt 2)

Preis

Preis: 30%

Losbezug: siehe oben (Punkt 2)

Ausschlussgründe 1 Eintrag

Ausschlussgrund

Der Bieter hat nachzuweisen, dass kein Ausschlussgrund nach § 123 GWB oder § 124 GWB vorliegt. Hierzu hat er eine Eigenerklärung nach den §§ 123, 124 GWB vorzulegen (Anlage 3 der Angebotsunterlagen). Ab einer Auftragssumme von 30.000 Euro wird die Vergabestelle eine Auszug aus dem Wettbewerbsregister gem. § 6 WRegG beim Bundeskartellamt und aus dem Gewebezentralregister gem. § 150a GewO beim Bundesamt für Justiz anfordern. Von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist zusätzlich die „Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen“ (Anlage 4 der Angebotsunterlagen) vorzulegen. Mehrfachbeteiligungen, d.h., zum Beispiel und nicht abschließend, die parallele Beteiligung als Einzelbieter und gleichzeitig als Gesellschafter einer Bietergemeinschaft, sind unzulässig. Diese führen zum Ausschluss sämtlicher hiervon betroffener Angebote, sofern die betroffenen Bieter nicht nachweisen, dass die Angebote völlig unabhängig voneinander erstellt wurden. Mehrfachbeteiligungen von Nachunternehmen sind zulässig, sofern diese keinen maßgeblichen Einfluss auf die Angebotsgestaltung haben.