Angebotsfrist
29. Sep 2026, 10:00
Geschätzter Wert
Nicht angegeben
CPV-Code
71221000
NUTS-Region
DEA45
Zweck
Objektplanung Gebäude und Innenräume
Lose 1 Los
Energetische Sanierung und Umnutzung der ehemaliegen Anne-Frank-Schule- Objektplanung
Kennung 0001
1. Projektbeschreibung Die Alte Hansestadt Lemgo plant die energetische Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Anne-Frank-Schule zu einem zukunftsweisenden, barrierefreien und multifunktionalen Zentrum für musikalische und kulturelle Bildung, Begegnung, Partizipation und Gemeinwohl. Das Vorhaben basiert auf den „Strategischen Stadtzielen 2030“ der Alten Hansestadt Lemgo. Dem Ziel „Lebendige Ortsteile und Identifikation“ ist das im Rahmen eines LEADER-Projekts erarbeitete Freizeitstättenkonzept zugeordnet. Dieses verfolgt die Stärkung lokaler Infrastruktur, sozialer Teilhabe und bürgerschaftlichen Engagements und empfiehlt ausdrücklich die Erweiterung der städtischen Musikschule. Die Sanierung beseitigt bestehenden Leerstand und ermöglicht eine nachhaltige Nachnutzung. Durch den Erhalt des Bestandsgebäudes und seine energieeffiziente Modernisierung leistet das Projekt zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Umsetzung der strategischen Stadtziele 2030. 2. Gebäudebeschreibung Das Grundstück der ehemaligen Anne-Frank-Schule wird westlich über die Menkestraße und östlich über die Henkelstraße erschlossen. Es liegt in Hanglage mit Höhendifferenzen von ca. 5,50 m in West-/Ostrichtung und ca. 4,70 m in Süd-/Westrichtung. Auf dem Grundstück befinden sich zwei Gebäude der ehemaligen Förderschule, der Alt- und der Neubau, die über einen höhengestaffelten Pausenhof verbunden sind. Im Westen stehen zudem zwei 2025 fertiggestellte Wohngebäude mit insgesamt zehn Familienwohnungen für Geflüchtete. Der südliche Altbau wurde 1963/64 errichtet und umfasst eine Turnhalle sowie Unterrichts- und Verwaltungsräume. Teile des Erdgeschosses werden bereits durch die VHS genutzt. Gegenstand der Sanierung und Umnutzung ist der nördliche Neubau aus den Jahren 1975/76. Das Gebäude wurde in Stahlbeton-Skelettbauweise mit Mauerwerksausfachung und Klinkerverblendung errichtet. Es umfasst eine eingeschossige Eingangshalle mit Verwaltungstrakt sowie entlang der Menkestraße angeordnete, zweigeschossige Klassenraumtrakte. Diese sind horizontal zurückgestaffelt. Das Gebäude folgt dem natürlichen Geländeverlauf; Unter- und Erdgeschoss sind jeweils in zwei versetzte Ebenen gegliedert. Die Fassadengestaltung orientiert sich am Altbau und besteht aus vorgehängten Konstruktionen mit strukturierten Fertigbeton-Gesimsbändern und Klinkerflächen. Die Flachdächer sind bituminös abgedichtet und bekiest, teilweise begrünt. Fenster und Außentüren bestehen aus Leichtmetallprofilen mit Isolierverglasung. Der außenliegende Sonnenschutz über Raffstores ist weitgehend verschlissen. Die Beheizung erfolgt seit 1988 über Fernwärme. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurden Instandsetzungen an den Dachflächen einschließlich Begrünungen vorgenommen. Weitergehende energetische Sanierungsmaßnahmen erfolgten bislang nicht. 3. Sanierungsmaßnahme und künftige Nutzung Mit dem Einzug der Musikschule und der dauerhaften Kooperation mit der Volkshochschule Detmold-Lemgo werden zwei wichtige Bildungsträger miteinander vernetzt. Es entsteht ein multifunktionaler Ort für Bildung, Kultur, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe. Auf drei Geschossen bietet das Gebäude flexible Räume für sämtliche Bereiche der Musikschule, darunter Einzel- und Gruppenunterricht, musikalische Früherziehung sowie spezielle Räume für Pop-/Rockensembles, Klavier, Flügel und Cembalo. Gleichzeitig wird eine dauerhafte Nutzung durch die Volkshochschule ermöglicht, insbesondere für Integrations-, Sprach-, Bewegungs- und Kreativkurse. Ergänzend entstehen Räume für öffentliche Veranstaltungen und die Nutzung als „Dritter Ort“. Vorgesehen sind unter anderem Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops. Auch die ehrenamtlich betriebene Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt wird weiterhin Räume im Gebäude nutzen. Die im Rahmen der Flüchtlingshilfe entstandene Bürgerinitiative bietet Hilfe zur Selbsthilfe bei der Reparatur von Fahrrädern. Der neue Standort fördert soziale Integration, generationenübergreifendes Lernen und niedrigschwellige kulturelle Angebote und wird zu einem kulturellen Ankerpunkt der Alten Hansestadt Lemgo. Die bewusste Durchmischung von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Senior*innen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte oder Beeinträchtigungen ist ausdrücklich Bestandteil des Nutzungskonzepts. Durch die energetische Sanierung werden Leerstand beseitigt und eine nachhaltige Nutzung ermöglicht. Der Bestandserhalt und die energieeffiziente Modernisierung tragen aktiv zum Klimaschutz bei und unterstützen die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes 2022 der Stadt Lemgo mit dem Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2035. 4. Fördermittel Die energetische Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Anne-Frank-Schule zum Kulturzentrum wird gemäß Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Detmold vom 09.07.2026 durch das Land Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/JTF-Programm NRW) gefördert. Die Umsetzung der Vorgaben des Zuwendungsbescheides einschließlich seiner Anlagen sowie die Mitwirkung bei der Aufstellung des Verwendungsnachweises gehören zu den Aufgaben der zu beauftragenden Objekt- und Fachplaner. Besonders zu beachten sind: vergaberechtliche Vorgaben, Dokumentationspflichten, Publizitätsvorgaben, Fristen für Mittelabrufe sowie die Mitwirkung bei der Aufstellung des Verwendungsnachweises.
- CPV-Code
- 71221000
- Angebotsfrist
- 29. Sep 2026, 10:00
Eignungskriterien 10 Einträge
Referenzen über vergleichbare Dienstleistungen
Mindestanforderungen an die Eignung der Bieter:_____In die Wertung einbezogen werden ausschließlich Angebote von Bietern, welche vorgegebenen Mindeststandards erfüllen. Bei Vorliegen von Bietergemeinschaften bzw. bei Einsatz von Nachunternehmern sind die Nachweise auch bzw. nur für das Mitglied der Bietergemeinschaft oder den Nachunternehmer zu führen, welches bzw. welcher die Leistungen im Auftragsfall erbringen soll.
Losbezug: 0001
Ausbildungs- und Berufsqualifikationen
Mindestanforderung:____Befähigung zur Berufsausübung: Bieter müssen die geforderten fachlichen Anforderungen an die ausgeschriebene Leistung erfüllen und dies durch Eigenerklärungen belegen. Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn sie gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung die Berufsbezeichnung Architekt/in zu führen oder in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt/in tätig zu werden. Ist die Berufsbezeichnung im jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Architekt/in, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung der Richtlinie 2005/36/EG und den Vorgaben des Rates vom 07.09.2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikation (ABI. EU Nr. L 255 S. 22) entspricht. Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn der/die mit der Aufgabe betraute Mitarbeiter(innen) – hier die für die Projekt-leitung und die stellvertretende Projektleitung betrauten Personen – die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden. Bietergemeinschaften natürlicher und/oder juristischer Personen erfüllen die fachlichen Anforderungen, wenn jedes Mitglied der Bietergemeinschaft die fachlichen Anforderungen erfüllt. Auf Anforderung des Auftraggebers sind die Angaben durch geeignete Unterlagen nachzuweisen.
Losbezug: 0001
Eintragung in ein Handelsregister
Mindestanforderung:_______Vorlage Handelsregister-/Partnerschaftsregisterauszug: Handelt es sich bei dem Bieter um eine juristische Person, oHG, KG oder um eine Partnerschaftsgesellschaft, so muss diese in dem Handelsregister bzw. Partnerschaftsregister eingetragen sein. Mit dem Angebot muss ein aktueller Auszug aus dem Handels- oder Partnerschaftsregister oder eines vergleichbaren Registers des Herkunftslandes des Bieters vorgelegt werden. Diese Anforderungen gelten für Mitglieder einer Bietergemeinschaft entsprechend.
Losbezug: 0001
Berufshaftpflichtversicherung
Mindestanforderung:____Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Bieter/Bietergemeinschaften haben eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme pro Versicherungsfall für Personenschäden von 2 Mio. Euro sowie für Sach- und Vermögensschäden in Höhe von jeweils 2 Mio. Euro und einer Maximierung der Ersatzleistung auf das Doppelte der Versicherungssumme bei einem in der EU zugelassenen Haftpflichtversicherer oder Kreditinstitut nachzuweisen. Besteht ein Versicherungsschutz im vorstehenden Sinne (noch) nicht, ist eine Bestätigung des Versicherers ausreichend, wonach im Auftragsfall die ausgeschriebenen Leistungen mit den vorgenannten Mindestdeckungssummen versichert werden.
Losbezug: 0001
Lieferkettenmanagement
Mindestanforderung:____Eigenerklärung Russland-Sanktionspaket: Bieter und alle Mitglieder einer Bietergemeinschaft müssen die Anforderungen zu Ar-tikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziffer 15 der Verordnung (EU) 2022/1269 des Rates vom 21.07.2022 erfüllen („Russland-Sanktionspaket“) und die entsprechenden Eigenerklärungen abgeben (Formular 523 EU, Anlage B-9).
Losbezug: 0001
Referenzen über vergleichbare Dienstleistungen
Mindestanforderung an die technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen:______ Bieter müssen in den letzten 5 Jahren - Abschluss LPH 8 jeweils nach dem 01.01.2021 - Planungs- und Objektüberwachungsleistungen für mindestens zwei Referenzprojekte erbracht haben. Mindestens eines der beiden Referenzprojekte muss für einen öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB erbracht worden sein.
Losbezug: 0001
Referenzen über vergleichbare Dienstleistungen
Mindestanforderung an die technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenz Hochbau:_____Bewerber müssen mindestens eine Referenz für die Planung und Objektüberwachung (Neubau, Erweiterung oder Kernsanierung) eines Hochbauprojektes nachweisen, die alle nachfolgenden Anforderungen erfüllt: - Die Referenz betrifft den Neubau, die Erweiterung oder die Kernsanierung eines Hochbauprojektes - Die anrechenbaren Kosten des Referenzprojektes für das Leistungsbild Gebäude und Innenräume gem. § 34 HOAI haben mindestens 1 Mio. Euro betragen. - Der Bewerber hat mindestens Leistungsphasen 5 bis 8 gemäß § 34 Abs. 1 HOAI für das Referenzprojekt erbracht. - Es muss sich um ein abgeschlossenes Referenzprojekt handeln, das nicht älter als 5 Jahre ist. Der Abschluss der Leistungsphase 8 gem. § 34 HOAI muss nach dem 01.01.2021 stattgefunden haben. Für Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft gelten die vorgenannten Anforderungen dahingehend, dass das Mitglied eine entsprechende Referenz für die Leistungen der Objektplanung Gebäude und Innenräume im Umfang derjenigen Leistungsphasen nachwei-sen muss, die das Mitglied der Bewerbergemeinschaft im Auftragsfall über-nehmen soll(en). Für die Angaben ist das Formular B-13 zu nutzen. Dem Angebot ist eine kurze Projektbeschreibung des Referenzprojektes beizufügen.
Losbezug: 0001
Referenzen über vergleichbare Dienstleistungen
Mindestanforderung an die technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenz Bauen im Bestand:______ Bewerber müssen mindestens eine Referenz für Kernsanierung oder die energetische eines Bestandsgebäudes nachweisen, die alle nachfolgenden Anforderungen erfüllt: - Die Referenz betrifft die Kernsanierung oder die energetische Sanierung eines Bestandsgebäudes - Die anrechenbaren Kosten des Referenzprojektes für das Leistungsbild Gebäude und Innenräume gem. § 34 HOAI haben mindestens 1 Mio. Euro betragen. - Der Bewerber hat mindestens Leistungsphasen 5 bis 8 gemäß § 34 Abs. 1 HOAI für das Referenzprojekt erbracht. - Es muss sich um ein abgeschlossenes Referenzprojekt handeln, das nicht älter als 5 Jahre ist. Der Abschluss der Leistungsphase 8 gem. § 34 HOAI muss nach dem 01.01.2021 stattgefunden haben. Für Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft gelten die vorgenannten Anforderungen da-hingehend, dass das Mitglied eine entsprechende Referenz für die Leistungen der Objektplanung Gebäude und Innenräume im Umfang derjenigen Leistungsphasen nachwei-sen muss, die das Mitglied der Bewerbergemeinschaft im Auftragsfall über-nehmen soll(en). Für die Angaben ist das Formular B-14 zu nutzen. Dem Angebot ist eine kurze Projektbeschreibung des Referenzprojektes beizufügen.
Losbezug: 0001
Ausbildungs- und Berufsqualifikationen
Mindestanforderung an die Eignung – Personal:____Bieter haben (durch Eigenerklärung) anzugeben, dass sie über die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre mindestens 2 Berufsträger (Architekten, Ingenieure, Bachelor, Master of Science/of Engineering/of Arts (m/w/d)) (Inhaber und angestellte Mitarbeiter) beschäftigt haben. Für die Angaben ist das Formular B-15 zu nutzen.
Losbezug: 0001
Referenzen über vergleichbare Dienstleistungen
Mindestanforderung an die Eignung:____Nichtvorliegen von Ausschlussgründen und unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen: Bieter und alle Mitglieder einer Bietergemeinschaft haben durch Eigenerklärung (Formular B-5) zu erklären, dass kein Ausschlussgrund nach §§ 123, 124 GWB vorliegt. Angebote von Bietern, die sich im Zusammenhang mit diesem Vergabeverfahren an einer unzulässigen Wettbewerbsbeschränkung beteiligen, werden ausgeschlossen. Zur Bekämpfung der Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs hat der Bieter Auskünfte darüber zu geben, ob und auf welche Art der Bieter wirtschaftlich und rechtlich mit Unternehmen verbunden ist. Dies gilt auch für Bietergemeinschaften. Angebote von Bietern, die sich im Zusammenhang mit diesem Vergabeverfahren an einer wettbewerbsbeschränkenden Absprache beteiligen, werden ausgeschlossen.
Losbezug: 0001
Zuschlagskriterien 2 Einträge
Qualitätskriterium
60 %Qualifikation des Projektteams, Organisation der Projektabwicklung, Maßnahmen zur Sicherung der Kosten- und Termineinhaltung,
Losbezug: 0001
Preiskriterium
40 %Preis
Losbezug: 0001